• Arztpraxis-Psychotherapie Döllerfeldweg 2 - 82431 Kochel am See - Nähe Bahnhof (3 Min zu Fuss)

Tel.: 08851-5515

Mo bis Frei 08:00 bis 12:00, Mo, Di, Do 15:00 bis 17:00 Uhr, Frei 14:00 bis 15:00 Uhr.

Seit 1997 bin ich auch als Psychotherapeut tätig, mit allen Kassenzulassungen.

  • Tiefenpsychologie, Verhaltenstherapie, Gruppentherapie, Familientherapie. Auch Kinder und Jugendliche.

Probatorische Sitzungen sind unverbindlich und kostenfrei für die Patienten (wir benötigen lediglich die Versichertenkarte der Krankenkasse).

Der Schwerpunkt meiner psychotherapeutischen Arbeit liegt in der Kognitiven Psychotherapie.

  • Was ist eine kognitive Psychotherapie?

Die kognitive Therapie ist eine Form der Psychotherapie. Es gelten alle Regeln und Grundsätze der Psychologie und der Psychotherapie, insbesondere der kognitiven Verhaltenspsychologie.

Psychotherapie besteht zunächst schlicht und ergreifend darin, daß sich ein Patient und ein Psychotherapeut 1 x pro Woche zu einer Gesprächssitzung treffen. Diese Gespräche haben es aber in sich. Die Behandlung besteht aus diesen Gesprächen und wie der Patient die darin verarbeiteten Inhalte in sein Leben integriert. Das Medikament ist sozusagen das Wort (des Therapeuten), getragen von der Beziehung, die man mit dem Therapeuten aufbaut. Diese Beziehung ist eine ganz besondere Form der menschlichen Beziehung, die dadurch entsteht, daß der Therapeut gesprächsmäßig für alle Belange des Patienten interessiert und für diese offen ist, ohne sich selbst darin zu verwickeln. Der Therapeut nimmt sich persönlich zurück und wird damit zur Spiegelfläche der psychischen Konflikte des Patienten, die es im Gespräch und in der Beziehung mit dem Therapeuten zu klären gilt. Mit keinem anderen Menschen im Leben (Freund oder Verwandter) hat man je eine solche Beziehung.

Einige Menschen, die sich für Psychotherapie interessieren, glauben, dass man mit einigen Psychotherapie-Sitzungen schwere Probleme, die einen schon fast das ganze bisherige Leben lang belastet haben, wie durch magische Kraft "wegzaubern" kann. Oder daß der Therapeut ihre Probleme lösen kann. So ist es aber leider nicht. Psychotherapie beruht nicht auf Wundern, sondern auf harter Arbeit an sich selbst. Sich selbst ändern! Um sich selbst ändern zu können, bedarf es sehr viel Einsicht, Mut, Kooperation, Flexibilität, und auch Leidensdruck durch Probleme. Ohne Leidensdruck (Probleme im Leben) ist niemand bereit, sich selbst zu ändern, denn jeder möchte im Grunde so bleiben wie er ist.

Psychotherapie bedeutet jedoch Ä N D E R U N G der alten Denk- und Verhaltensweisen, also Neuland betreten gewissermaßen. Der Patient wünscht eine Lösung seiner Probleme – aber manchmal ohne sich selbst ändern zu müssen. Der Therapeut möge dies Wunder bewirken. Dies geht aber nun mal leider nicht ! Der Therapeut besitzt keinen Zauberstab, mit dem er des Patienten Probleme lösen kann, er kann den Patienten nur auf dem Wege seiner Entwicklung zu Problemlösungen hin fachmännisch begleiten und unterstützen. Es ist dann die Aufgabe des Therapeuten, den Patienten behutsam in Richtung der Gedanken- und Verhaltensänderungen zu begleiten und ihm Mut zu machen.

Psychotherapie hat nichts mit Wundern zu tun, dafür aber um so mehr mit Psychologie, das heißt, mit mir selbst, meinem Charakter, meinen Gefühlen und Gedanken, meinen Fähigkeiten und Defiziten, Hoffnungen, Erwartungen und Ängsten, meiner aktuellen Lebenssituation, und.... mit meinem Verhalten! Und mit der Änderung all dieser Dinge.

Insbesondere hat Psychotherapie sehr viel mit meinen Gedanken (Kognitionen) zu tun. Kognitive Psychotherapie geht davon aus, dass der Verlauf meines Lebens im Wesentlichen sich in meinen Gedanken entscheidet, in meiner "kognitiven Landschaft". Im Gegensatz zur Klassischen Psychoanalyse (Sigmund Freud) werden "Triebimpulse" und sogar die Gefühle eher an zweiter Stelle gesetzt, obwohl diese natürlich auch wichtig sind. Nur ist es so, daß wir mit unserem "Ich" auf unsere Gefühle wenig Einfluß haben, wohl aber großen Einfluß auf unsere Gedanken.

Unsere Gedanken können wir mit unserem ICH und unserem Willen beeinflussen. Positive Gedanken bewirken dann positive Gefühle - nicht umgekehrt. Meine Gedanken beeinflussen mein Verhalten – nicht umgekehrt. Meine Gedanken entscheiden über Erfolg oder Mißerfolg in meinem Leben – nicht umgekehrt. An diesem Punkt setzt die Kognitive Psychotherapie an. Zum Beispiel kann man mit Psychotherapie "negative Gedanken" (die zu Depressionen führen) in "positive Gedanken" umwandeln, dies führt zur allgemeinen psychischen Stabilisierung, zu mehr Glück und Zufriedenheit im Leben, ich kann dann meine Probleme in meinem Leben selber besser meistern. Ich bin dann psychisch und körperlich gesünder. Dies zu verstehen, bedeutet daß ich selbst Verantwortung über mein eigenes Leben übernehme, und eine klagende, negative innere Haltung aufgebe.

In der kognitiven Psychotherapie wird angenommen, daß Gedanken und Verhalten erlernt sind und durch gezieltes Training wieder ver-lernt beziehungsweise um-gelernt werden können. Der Schwerpunkt in der Kognitiven Psychotherapie liegt also stärker auf der unmittelbaren Veränderung von Verhaltens- und Denkweisen. Dazu zählen auch innere Prozesse wie gedankliche Muster und Strategien der Erlebnisverarbeitung. Dies sind gleichzeitig die Grundsätze der Allgemeinen Verhaltenstherapie. Insofern ist Kognitive Psychotherapie gleichzeitig Verhaltenstherapie.
Der Entstehungs- oder „Lern-Geschichte“ der o.g. Muster wird in der Psychotherapie große Aufmerksamkeit geschenkt. Denn schon die Erarbeitung dieser Muster hat eine positive Wirkung: Der Patient lernt sich und seine heutige Situation besser zu verstehen. Außerdem sind die neu zu erlernenden Verhaltensstrategien nun leichter zu entwerfen und abzustimmen.
Ein Schwerpunkt der Verhaltenstherapie liegt also darin, in Zusammenarbeit mit dem Patienten Verhaltensstrategien zu entwickeln, die der konkreten Problemlösung und Zielerreichung dienen. Häufig ist es dann nötig, diese Muster in kleinen und wenig ängstigenden Schritten aufzuteilen, um dem Patienten frühzeitig anspornende Erfolgserlebnisse zu vermitteln.
Ein Teil dieses Verhaltensaufbaus kann in der Therapiesitzung stattfinden, in der ein genauer Entwurf des angestrebten Verhaltens gestaltet wird, zum Beispiel im Rollenspiel und/oder im Gespräch mit dem Therapeuten.

Psychotherapie verlangt viel Einsicht, Mitarbeit, Flexibilität und Fähigkeit zur Selbstkritik des Klienten, und die Bereitschaft, viele alte, liebgewordene Gedankengänge und Ansichten aufzugeben. Alte „Meinungen“ von sich selbst und von der Welt aufgeben.

Arbeit an sich selbst. Eine sehr lohnende Arbeit. Hierzu möchte der Therapeut neue Wege und neue Möglichkeiten aufzeigen, Türen und Pforten öffnen sozusagen, die der Patient annehmen kann und sich darauf einlaßen kann. Dies erfordert Mut und Bereitschaft vom Patienten. Es ist nicht einfach!

Häufige und allgemeine Ziele einer Psychotherapie sind:

  • Veränderung der allgemeinen Sichtweise der Dinge, in Richtung einer positiven und lösungsorientierten „inneren Haltung“ und Denkweise, Änderung der Lebensphilosophie, Bewältigungsstrategien erlernen.
  • Veränderung des Sozialverhaltens durch Reduzierung von Kontaktängsten.
  • Aufbau eines eigenständigen Selbstwertgefühls und Abgrenzungsfähigkeit.
  • Nein-sagen-können gegenüber anderen Menschen, z. B. Arbeitskollegen oder Vorgesetzten, oder sogar dem eigenen Ehepartner, um beruflicher und privater Überlastung vorzubeugen.
  • Aufbau von Konfliktfähigkeit und angemessenem Durchsetzungsvermögen.
  • Veränderung der Selbstwertproblematik durch Veränderung der Selbstwahrnehmung und den Aufbau eines neuen, positiven Selbstkonzeptes. Bewusstwerden von psycho-somatischen Zusammenhängen ( = körperliche Beschwerden als Ausdruck psychischer Konflikte).
  • Klärung der Faktoren, die zu den jetzigen Problemen geführt haben, und somit Abbau von Schuld- und Versagensgefühlen.
  • Verdecktes Konditionieren von positiven Zukunftssituationen im entspannten Gespräch mit dem Therapeuten mit dem Ziel der Motivierung hin auf eine erfolgreiche Therapie (zu allen Zielen).
  • Herstellung eines Kontraktmanagements zur Erledigung der Aufgaben im Beruf oder Privatleben und Hilfe zur Entscheidungsfindung in verschiedenen Situationen, verbunden mit Plänen zum Aufbau eines neuen Privat- und Berufslebens (Beziehung mit dem jetzigen Partner klären, berufliche Situation klären, auf Gegenwart und Zukunft konzentrieren).
  • Rationale Problemlösungen in der Gegenwart finden.
  • Mit Hilfe einer graduellen Löschung werden verschiedene Ängste und Hemmungen reduziert.
  • Verdecktes Konditionieren zum Aufbau angemessener Selbstsicherheit und Selbstwertgefühl

Die Kosten einer Psychotherapie werden von den Krankenkassen getragen, da alle notwendigen Kassenzulassungen vorhanden sind.

Alex R. Hannig
Facharzt für Innere Medizin / Psychotherapie

82431 Kochel am See

 

 
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